Vor- und Nachteile der Hypnosetherapie

Die Hypnosetherapie, auch Hypnotherapie genannt, wurde ursprünglich zur Behandlung von psychischen Krankheiten entwickelt. Sie geht hauptsächlich auf Milton Erickson zurück. Ziel ist es, den zu behandelnden Patienten in eine hypnotische Trance zu versetzen und somit Zugang zum Unbewussten zu finden. Ist der Patient in Trance, versucht der Therapeut ihm Lösungen und alternative Wege für Dinge aufzuzeigen, die ihn im alltäglichen Leben vor große Hürden stellen.

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Ursprünglich wurde die Hypnosetherapie zur Behandlung folgender psychischer Krankheiten eingesetzt: affektive Störungen (z. B. Depressionen), Angststörungen, Belastungsstörungen, Panikattacken, Zwänge, Essstörungen, Verhaltensstörungen, Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenie und viele mehr. Auch bei Abhängigkeiten und Substanzmissbrauch lassen sich gute Erfolge mit ihr erzielen. Die Hypnotherapie stellt eine äußerst sanfte Behandlungsmethode dar, da hier nicht mit Medikamenten gearbeitet wird.

Die Hypnosetherapie wird heutzutage sowohl in entsprechenden Kliniken als auch von ambulanten Therapeuten angeboten. In Fachkliniken werden normalerweise die oben genannten schwereren Krankheitsbilder behandelt, während im ambulanten Bereich mehr auf eine Art Lebenshilfe hingearbeitet wird.

Ein ambulanter Hypnotherapeut arbeitet beispielsweise auch an allgemeinen Lebenskrisen, Gewichtsreduktion, Selbstwertproblematik, Erfolgsthemen, unbewussten Prägungen sowie an Konflikten in der Partnerschaft oder in der Familie.

Es gibt allerdings auch Kritik an der Hypnosetherapie. Es ist umstritten, ob die unter Hypnose erzeugten Erinnerungen wirklich den Tatsachen entsprechen. Oft ist hier von sogenannten Pseudoerinnerungen die Rede. Die Patienten können diese unter Hypnose erzeugten Erinnerungen nicht von der Realität unterscheiden. So werden gegebenenfalls Probleme und Konflikte geschaffen, wo ursprünglich gar keine waren. Im schlimmsten Fall kann dies eine Psychose oder Manie auslösen oder den Patienten noch schlimmer traumatisieren. Es wurde auch von Kopfschmerzen berichtet. Prinzipiell kontraindiziert ist die Hypnosetherapie bei Psychosen, paranoiden Wahnvorstellungen und antisozialen Persönlichkeitsstörungen.

Man sieht also, dass die Hypnotherapie sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Prinzipiell geht man heute davon aus, dass sie bei leichteren Störungen, zwischenmenschlichen Konflikten und allgemeiner Unzufriedenheit mehr Erfolg bringt als bei schweren psychischen Erkrankungen.

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