Matratzenverpackung

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum jemand seine Matratze verpacken möchte. Der eine zieht um und benötigt einen hygienischen Schutz während des Transportes, ein anderer beabsichtigt, sein Ruhepolster für längere Zeit zu lagern und ein dritter verfügt über kein Gästezimmer und möchte in greifbarer Nähe eine Besuchermatratze haben. Wer nun glaubt, das wäre alles kein Problem, man benötige nur irgendeine Hülle und ggf. irgendwo Platz für die Lagerung, der irrt. Tatsächlich ist die Aufbewahrung von Matratzen ausserhalb des genutzten Bettes bzw. jenseits üblicher Belüftung durch Lattenrost, morgendlichem Aufschlagen der Decken und weiteren Massnahmen nicht unproblematisch.

Denn das Polsterelement Matratze weist Hohlräume auf, und jeder Mensch gibt in der Nacht Schweiss ab, der eine mehr, der andere weniger. Würde die fortwährende Belüftung einer sich in Nutzung befindlichen Matratze ausbleiben, käme es allein schon durch den Nachtschweiss zu einer Schimmelbildung in oder auf der Matratze. So gilt für das Verpacken einer Matratze grundsätzlich, dass sie sich vor dem „Eintüten“ in einem soweit als möglich trockenen Zustand befinden sollte, und zwar auch bezüglich ihrer von aussen nicht sichtbaren Hohlräume und unabhängig von der Art der Matratzenverpackung. Vor dem „Eintüten“ ist eine Matratze also ausreichend zu lüften. Matratzenverpackungen finden Sie zum Beispiel bei Hüsler Nest.

Matratzenverpackung und Luftfeuchtigkeit
Auch Matratzen, die während ihres Gebrauchs durch Auflagen dieser oder jener Art vor Feuchtigkeit durch Nachtschweiss oder andere Ausscheidungen geschützt werden, sind keinesfalls sicher vor Schimmelbildung in verpacktem Zustand. Das liegt schlichtweg an der Luftfeuchtigkeit: Je wärmer ein Raum ist, desto mehr Wasserdampf kann seine Luft aufnehmen, bis zu einem gewissen Grad. Der mögliche Maximalwert für den Wasserdampfgehalt der Luft einer bestimmten Temperatur wird „absolute Luftfeuchtigkeit“ genannt. Diese Werte sind fest, beispielsweise beträgt die absolute Luftfeuchtigkeit bei 20 °C: 17,3 g/m³. (Die „relative Luftfeuchtigkeit“ hingegen gibt das Verhältnis des tatsächlichen Wasserdampfgehaltes der Luft mit einer bestimmten Temperatur zur entsprechenden „absoluten Luftfeuchtigkeit“ an.) In die Hohlräume des Polsterelements Matratze dringt die Umgebungsluft mit der ihr eigentümlichen Luftfeuchtigkeit ein. Wird die Matratze in eine Matratzenverpackung gesteckt, luftdicht verschlossen und an einem kälteren Ort gelagert, kühlt auch die Luft in ihrer Verpackung bzw. in ihren Hohlräume ab. Wenn diese Luft mit ihrer Luftfeuchtigkeit im Verlauf der Abkühlung den Wert der absoluten Luftfeuchtigkeit erreicht – der wie gesagt bei niedrigen Temperaturen tiefer liegt als bei höheren -, kommt es zur Kondenswasserbildung. Bei einer luftdichten Verpackung kann das Kondenswasser nicht verdunsten und es bildet sich Schimmel an und in der Matratze. Die Sporen müssen nicht zwangsläufig sichtbar sein. Doch auch, wenn eine Schimmelbildung ausbleiben sollte, ist die Aufbewahrung einer genutzten Matratze ohne Belüftung unhygienisch.

Schützende Matratzenverpackung
Um – ggf. die Gesundheit eines späteren Matratzennutzers stark gefährdenden – hygienischen Mängeln bei der Lagerung vorzubeugen, gibt es u. a. atmungsaktive Matratzenverpackungen. Doch auch sie können eine Matratze nicht vor Schimmelbefall bewahren, wenn der Lagerraum insgesamt die Schimmelbildung begünstigt. So sind feuchtkalte Räume, also auch viele Keller, unpassend für eine Matratzenaufbewahrung, egal in welcher Verpackung. Auch Orte wie enge Nischen in der Wohnung, wo die verpackte Matratze von der Luftzufuhr abgeschnitten wäre, sind ungeeignet. Matratzen sollten unter Luftverhältnissen gelagert werden, die mit denen bei einer üblichen, gesundheitlich unbedenklichen Matratzennutzung vergleichbar sind. Viele Matratzenverpackungen sind aus nicht atmungsaktiven Kunststoffen. Sie können Matratzen während eines kurzzeitigen Transportes vor Verschmutzung schützen. Wer in ihnen eine Matratze lagern möchte, sollte allerdings Vorkehrungen für die fortwährende Belüftung der Matratze mit hygienisch einwandfreier Luft sorgen.

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